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Scotland -v- Germany: who wins on holidays?

Recently, I overheard Tony Hadden, one of the partners in the employment team and my mentor during my time in Scotland, saying, with a cheeky glance in my direction: “Those Germans are always on holiday”. With mock indignation I turned to him and said: “Excuse me?! This is not true!” Tony, obviously amused, said still smiling: “Every time I try to phone somebody in Germany, he’s on holiday!” By saying “As far as I know, there are 24 days’ statutory holiday in Germany and 28 in Scotland” I tried to defend the reputation of the always-hard-at-work-Germans. Tony replied that, in contrast to Germany, the Scottish employees’ entitlement of 28 days includes public holidays.

Reluctantly, I had to agree with Tony. Germans are entitled to 20 days’ holiday for a five-day week (or 24 for a six-day week). However, in contrast to Scotland, employees get public holidays over and above this entitlement and, depending on the federal state, there can be as many as 14 additional public holidays. Furthermore, generally speaking, German employers cannot require their employees to work on public holidays, nor are the employees allowed to do so.

Since employers can offer more leave than the legal minimum, in reality, holiday entitlement in both countries can be even better. In fact, a study published in the German newspaper “Die Welt” confirms Tony’s allegation by saying Germans are the “European Champions” of holidays. Whilst the European average was 24.8 days, Germans could claim over 30 per year – even 40 including bank holidays. In our defence: Germans do the most overtime hours in Europe.

At least one thing is the same throughout the world: Your boss is almost always right!

 

Der Urlaubsanspruch in Schottland und Deutschland

Vor Kurzem habe ich mitbekommen, wie Tony Hadden, einer der Partner im Arbeitsrechtsteam und mein Ausbilder während meiner Zeit hier, schelmisch grinsend sagt: „Die Deutschen sind immer im Urlaub!“. Ich schaue ihn mit gespielter Empörung an und sage: „Entschuldige mal, das stimmt überhaupt nicht!“. Tony, offensichtlich belustigt, erwidert schmunzelnd: „Immer, wenn ich in Deutschland jemanden erreichen möchte, ist er im Urlaub!“ Mit den Worten „Soweit ich weiß, liegt der deutsche gesetzliche Mindestanspruch bei 24 Tagen und der schottische bei 28“  versuche ich den Ruf des „immer fleißigen Deutschen“ zu verteidigen. Tony erklärt, dass der gesetzliche Urlaubsanspruch tatsächlich bei 28 Tagen liege, dort aber bereits die Feiertage berücksichtigt seien. In Deutschland gebe es zusätzlich zum Urlaub ja Hunderte von Feiertagen.

Aha. Leider muss ich Tony zustimmen. Die Deutschen haben bei einer 5 Tageswoche einen Urlaubsanspruch von 20 Arbeitstagen (oder 24 bei einer 6 Tageswoche). Allerdings dürfen im Gegensatz zum schottischen Recht Sonn- und Feiertage nicht auf den Urlaubsanspruch angerechnet werden. Denn an Feiertagen besteht grundsätzlich weder eine Arbeitspflicht noch darf der Arbeitnehmer freiwillig arbeiten. Das bedeutet, dass zu den 20 (oder 24) Urlaubstagen noch die am jeweiligen Arbeitsort geltenden Feiertage hinzukommen. Dies können je nach Bundesland bis zu 14 Tage sein.

Da viele Arbeitgeber über den Mindestanspruch hinaus zusätzlich bezahlten Urlaub gewähren, sieht es für die Arbeitnehmer in der Realität in beiden Ländern sogar oft noch besser aus.

Zu allem Überfluss bestätigt eine in „Die Welt“ veröffentlichte Studie Tony’s Behauptung und bezeichnet die Deutschen als „Urlaubs-Europameister“. Während der europäische Durchschnitt bei 24,8 Urlaubstagen liegt, haben die Deutschen im Schnitt über 30 – mit Feiertagen sogar 40 – arbeitsfreie Tage pro Jahr. Zu unserer Verteidigung: Im Gegenzug dazu machen die Deutschen die meisten Überstunden.

Eines ist jedenfalls in allen Ländern gleich:

Dein Boss hat fast  immer Recht!

 

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